Marta Kowalczuk
Filmkomponistin
Marta Kowalczuk ist Komponistin und Barockgeigerin. Ihre Musik bewegt sich in vielschichtigen Texturen und wandelnden Zuständen und ist geprägt von fragmentarischen Strukturen, theatralischen Gesten und klanglicher Durchlässigkeit. Ihr Schaffen umfasst Instrumental-, Vokal- und Chormusik, Filmmusik sowie Musiktheater und Oper. Geprägt durch ihre Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis verbindet sie Elemente barocker Klang- und Denkweisen mit zeitgenössischen kompositorischen Ansätzen.
Ihre Werke wurden u. a. vom MDR-Sinfonieorchester, Ensemble Resonanz, Ensemble Garage und dem Philharmonischen Orchester Kiel aufgeführt, unter der Leitung von Dirigent*innen wie Kent Nagano, Holly Hyun Choe und Dennis Russell Davies. Aufführungen fanden in der Elbphilharmonie Hamburg, im Gewandhaus Leipzig sowie auf Festivals in Europa, den USA und Südkorea statt. Sie wurde u. a. mit dem Deutschen Filmmusikpreis (2022) und dem ad libitum Kompositionspreis der Winfried Böhler Stiftung (2024/2025) ausgezeichnet und war Artist-in-Residence am Künstlerhof Schreyahn (2022/23).
Peter Albrecht
Filmkomponist
Peter Albrecht ist Komponist für Film- und Medienmusik mit Sitz in Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt absolvierte er die Filmakademie Baden-Württemberg, wo er Musik für über 40 Filmprojekte verschiedenster Genres und Formate komponierte – unter anderem mit dem Dirigat des Žilina SymphonyOrchestra und Aufnahmen mit dem Babelsberg Film Orchestra.
Seine Arbeiten umfassen Spielfilme, Dokumentarfilme, Serien sowie Werbeproduktionen für internationale Marken wie Mercedes-Benz, Lamy, VITRA und Deloitte. Zu seinen Vertonungen zählen die ARD-Mystery-Horror-Serie Ritus (Regie: Jonathan Behr), die für den Grimme-Preis nominierte ZDF-Serie Schlechte Menschen, das für den Deutschen Filmpreis nominierte Spielfilmdebüt VENA (Regie: Chiara Fleischhacker) sowie die Dokumentation Denn dieses Leben lebst nur du (Regie: Douglas Wolfsperger).
2025 wurde Peter Albrecht mit dem Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet. Weitere Anerkennungen erhielt er unter anderem durch den Clio Music Award sowie Auszeichnungen beim First Steps Award, Young Director Award und German Business Film Award. Mehrere von ihm vertonte Filme – darunter VENA, Schlechte Menschen und Majini – wurden national wie international auf Festivals ausgezeichnet.
Im Zentrum seiner kompositorischen Arbeit steht das Verständnis der emotionalen Kernidee eines Films – nicht die musikalische Dekoration der Bilder. Ihn interessieren besonders Geschichten über innere Einsamkeit trotz sozialer Nähe, über brüchige Identitäten und Ordnungen sowie über zwischenmenschliche Verbindung als Motor leiser, glaubwürdiger Transformation. Die enge Zusammenarbeit mit Regisseurinnen und Regisseuren ist ihm dabei zentral, um aus abstrakten Ideen eine narrativ verankerte musikalische Identität zu entwickeln.

Hannes Ohde
Filmkomponist
Hannes Ohde ist Filmkomponist, Producer und Multiinstrumentalist aus Hamburg. Aus Field Recordings, gefundenen Sounds und akustischen Eigenheiten entwickelt er musikalische Ideen, die von einem einzelnen Geräusch über intime Besetzungen bis hin zum Orchester reichen können.
Seine Wurzeln im Punk prägen bis heute seine Arbeitsweise und halten ihn hellhörig für unkonventionelle Klänge. Als In-house Composer bei 2WEI Music arbeitete er 2024 unter anderem an der OMR-Dokumentation Unser Team – Die Heim-EM 2024 mit. Gemeinsam mit Chrisna Lungala komponierte er die Musik zu ISTINA, der mit einem Student Academy Award ausgezeichnet und für einen Student BAFTA nominiert wurde. 2023 erhielt Hannes den Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie Nachwuchs. Seit 2025 arbeitet er freiberuflich und vertonte mit Matilda kürzlich seinen ersten Kinofilm. Aktuell arbeitet er an seiner nächsten Kinoproduktion.
Hier folgen noch weitere Jurymitglieder.

